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Alkoholtest

Schummeln nützt nichts

Nach Alkoholgenuss mit dem Auto nach Hause? Wegen des hohen Unfallrisikos ist das eine sehr schlechte Idee. Doch auch bei einer Alkoholkontrolle drohen saftige Strafen. Gerade im Internet kursieren viele angebliche Tricks, mit denen Autofahrer die Polizei beschummeln wollen. In Wirklichkeit hilft keiner. Bei einer Alkoholkontrolle kommt die Wahrheit sehr schnell ans Licht.


Den Satz „Ich habe gerade eine Schnapspraline gegessen“ hören Polizisten immer wieder. Mancher versucht, mit einer solchen Ausrede seine Haut bzw. seinen Führerschein zu retten. Tatsächlich erhöht der Genuss einer alkoholhaltigen Praline den Atemalkoholgehalt direkt nach dem Verzehr erheblich. Allerdings nur kurzzeitig. Nach wenigen Minuten sinkt er wieder auf Null. Ist Alkohol im Blut, fliegt der Schummler also in jedem Fall auf.

Dass Koffein aus Kaffee oder Energiedrinks nüchtern macht, ist ein uraltes Märchen. In Wirklichkeit regen beide Getränke die Magendurchblutung und somit die Aufnahme des Alkohols an. Kohlensäure beschleunigt den Vorgang sogar noch. Mundwasser und Kaugummis sollen gegen eine Alkoholfahne helfen. Doch Polizisten kennen ihre Pappenheimer. Der intensive Pfefferminzgeruch erregt erst recht Verdacht. Zudem enthalten viele Mundwässer Alkohol. Folge: Beim Test steigt die Alkoholanzeige kurzfristig sogar an. Auch Knoblauch, sonst ein vielseitiges Heilmittel gegen Herzkreislauferkrankungen, Infektionen und Vampire, kann Alkoholsündern bei der Kontrolle nicht helfen. Obwohl oft als Tipp genannt enthält er keine Bestandteile, die das Testergebnis verfälschen könnten.

Eiskalter Atem kann Testgeräte tatsächlich täuschen. Ein Tipp lautet daher: Eiswürfel in den Mund nehmen. In der Praxis funktioniert der Trick dennoch nicht: Wer kann schon mit dem Mund voller Eiswürfel normal mit einem Polizisten sprechen? Und ins Röhrchen pusten geht dann schon gar nicht. Außerdem hat sicher kaum einer bei einer Verkehrskontrolle Eiswürfel dabei.

Frischer Zigarettenrauch kann zwar manche Testgeräte geringfügig täuschen, nicht aber den Alkomat. Da der Zigarettenrauch den hochsensiblen Geräten schadet, wird auch kein Polizist einen Fahrer direkt nach einem Zug aus der Zigarette pusten lassen, sondern erst nach einer kurzen Pause.


Es bleibt dabei: Alkohol und Fahren passt nicht zusammen. Wer sich alkoholisiert ans Steuer setzt, gefährdet sich und andere und riskiert bei einem Unfall auch noch seine Versicherung. Schon ab 0,3 Promille droht der Verlust der Fahrerlaubnis, wenn der Autofahrer alkoholbedingt Fahrfehler begeht (durchgezogene Linien überqueren, bei Dunkelheit das Licht nicht einschalten, zu schnell oder zu langsam fahren) oder in einen Unfall verwickelt ist. Relative Fahruntüchtigkeit nennt man das. Übrigens: Wer bewusst im Auto eines alkoholisierten Fahrers mitfährt, riskiert ebenfalls seinen Führerschein.
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