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Freerider

Freerider

"Alkohol und Fahren ist ein 'No Go'!"

Der Funfaktor ist für sie alles. Wenn sich die 15 bis 20 jugendlichen Alzenauer Freerider auf ihrem Gelände am Schanzenkopf treffen, dann geht es nicht um Duelle untereinander, sondern um Spaß an der Action. Bei Sprüngen, Tricks und Schussfahrten haben sie davon eine ganze Menge. Nur eines passt nicht dazu: Alkohol.


"Es macht definitiv keinen Sinn, Alkohol zu trinken, wenn man springen will" sagt Felix Braun, einer der Koordinatoren der Gruppe. „Das ist absolut tabu. Wenn es gut geht, geht es nicht lange gut. Alkohol und Fahren ist ein 'No Go'!" Wenn sie sich für eine Party treffen und auch etwas Alkoholisches trinken wollen, lassen sie ihre Räder zu Hause.

Fünf Strecken haben sich die 15- bis 25-Jährigen mit Erlaubnis der Stadt Alzenau auf ihrem eingezäunten Gelände angelegt: Mit Holz unterlegte Pisten für schnelle Downhill-Fahrten, Strecken mit Steilkurven, tiefen Senken und Sprungschanzen. Acht bis zehn Meter freier Flug sind bei ihren Sprüngen keine Seltenheit – Adrenalin pur.

Sicherheit spielt für die Freerider eine wichtige Rolle. Sie sind zwar im Gelände unterwegs, aber ohne "Verkehrsregeln" geht es auch da nicht: Es wird abgesprochen, auf welcher Strecke gefahren wird, denn die Strecken kreuzen sich an verschiedenen Stellen und das könnte sonst gefährliche Kollisionen zur Folge haben. Maximal dürfen drei Leute gleichzeitig unterwegs sein. Beim Start ist generell ein Mindestabstand von 20 Metern einzuhalten.

Schutzkleidung ist für alle auf der Freerider-Strecke Pflicht. Dazu gehören ein Vollvisierhelm, eine Crossbrille, Handschuhe, Knie- und Schienbeinprotektoren. Felix Braun trägt meist auch noch einen Rückenprotektor.

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Mindestens genauso wichtig wie seine Schutzkleidung ist für ihn aber, die eigene Fitness richtig einzuschätzen und den Resprekt vor einer Strecke nicht zu verlieren. "Wenn man einen schlechten Tag erwischt, sollte man lieber Eis essen gehen, als dass etwas passiert", sagt er. Wenn er müde ist oder sich bei einigen Fahrten schon etwas verausgabt hat, macht er auf alle Fälle erst einmal eine Pause.

Seit sechs Jahren ist Felix Braun Freerider. Drei bis viermal pro Woche geht er seinem sportlichen Hobby nach – allerdings fährt nie einer der Freerider allein. Alleine macht es weniger Spaß als in der Gemeinschaft und außerdem ist es eine Frage der Sicherheit: Wenn doch einmal etwas Ersteres passiert, können die Freunde sich um den Verletzten kümmern bzw. Hilfe holen.

Während er auf den Schleifen durch den Wald schon mal "guckt, was geht", sei das auf der Straße natürlich anders, erklärt Felix. Vor drei Monaten hat er seine Führerschein-Probezeit erfolgreich hinter sich gebracht, Spaß macht ihm das Autofahren auch, aber ohne den Adrenalinschub, den er vom Freeriding kennt.
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