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Sonnenbrille

Sonnenbrille

Mehr als dunkles Glas

Strahlend blauer Himmel, doch für Verkehrsteilnehmer ist gerade morgens und abends nicht alles eitel Sonnenschein. Die tief stehende Sonne kann Auto- und Motorradfahrer immer wieder gefährlich blenden. Die richtige Sonnenbrille kann jedoch helfen und für mehr Sicherheit sorgen. Vorsicht gilt dagegen bei Billigbrillen, die nicht den nötigen UV-Schutz bieten.


Wichtig ist zunächst die Farbe der Gläser. Um für den Straßenverkehr geeignet zu sein, müssen Brillen signallichttauglich sein. Das heißt, sie dürfen durch ihre Tönung keine Verkehrsschilder oder Lichtzeichen in ihrer Farbe verändern. Braune und graue Gläser verfälschen die Farben am wenigsten.

Entscheidend ist im Straßenverkehr aber auch die Stärke der Tönung. Als verkehrstauglich gelten Sonnenschutzgläser der Kategorie 0, 1, 2 oder 3. Nicht geeignet ist Stärke 4, die mehr als 92 Prozent des Lichts abhält. Bei getönten Autoscheiben sollte die Tönung der Brille nicht über 85 % hinaus gehen. Auch der richtige Sitz der Brille ist wichtig: Die Gläser sollten oben mindestens bis zu den Augenbrauen und seitlich mindestens bis zum Gesichtsrand reichen.

Gefährlich für die Augen wird es, wenn die Brille nicht ausreichend vor UV-Strahlen schützt. Der Schutz der Augen vor der schädlichen UV-400-Strahlung ist die wichtigste Aufgabe einer Sonnenbrille. Auch in unseren Breitengraden nimmt die Intensität dieser nicht sichtbaren Strahlung zu. Billigbrillen können dabei mehr Schaden anrichten, als nützen.
Brillen, die an Kiosken oder von fliegenden Händlern angeboten werden, sehen zwar cool aus, jedoch haben sie meist minderwertige Gläser und bieten kaum UV-Schutz. Die dunklen Gläser sorgen dafür, dass sich die Iris des Auges weiter öffnet. Wenn dann die Gläser keinen UV-Schutz bieten, trifft eine wesentlich erhöhte Strahlendosis ins Augeninnere. Eine bleibende Schädigung des Auges kann die Folge sein. Der UV-Schutz der Brille kann beim Augenoptiker untersucht werden.

Sonnenbrillen mit Seitenschutz sind zwar sehr modern und schützen vor Licht, das seitlich ins Auge eintritt. Die breiten Bügel schränken die Sicht zur Seite und nach hinten jedoch sehr stark ein. Sie sind daher zum Autofahren nicht geeignet. Auch selbsttönende, so genannte phototrope Brillen, sind am Steuer problematisch. Denn auch die neueste Generation selbsttönender Gläser benötigt für den raschen Hell-Dunkel-Wechsel beim Einfahren in einen Tunnel immer noch viel zu lange. Bis sich die Brille an die Dunkelheit im Tunnel angepasst hat, ist der Tunnel oft schon zu Ende und der Fahrer wird vom gleißenden Sonnenlicht geblendet.
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