
Motorroller
Zweiräder immer beliebter
Hohe Kraftstoffpreise und die Wirtschaftskrise haben etwas ins Rollen gebracht: Motorroller werden als Verkehrsmittel immer beliebter. Während die Zahl der Neuzulassungen von Motorrädern und Autos 2008 deutlich sank, kletterten die Verkaufszahlen bei den so genannten Kraftrollern über 125 Kubikzentimeter Hubraum nach Mitteilung des Industrieverbands Motorrad (IVM) um mehr als 56 Prozent. Auch Leichtkrafträder und leichte Motorroller wurden 2008 mehr gekauft.Der Trend zum Haushaltsroller, so die Einschätzung des IVM, sei keine vorübergehende Modeerscheinung. Motorroller seien als „Zweitwagen auf zwei Rädern“ eine echte Alternative, wirbt der IVM. Im Vergleich zu einem Kleinwagen mit 75 PS sei ein 22-PS starker 250 ccm-Motorroller beim Treibstoffverbrauch und den Versicherungskosten um rund zwei Drittel billiger als das Auto, die unterschiedlichen Anschaffungskosten für den Pkw (ca. 10.000 Euro) und den Motorroller (ca. 4.500 Euro) nicht mit eingerechnet.
Egal ob Roller- oder Motorradfahrer: Für beide gilt zum sicheren Start in die neue Freiluftsaison: Wer defensiv und in angemessenem Tempo fährt, besitzt genügend Reserven, um auf Fahrfehler anderer Verkehrsteilnehmer rechtzeitig reagieren zu können.
Zur sicheren Ausrüstung – auch für Rollerfahrer – gehören ein nach aktueller ECE-Norm geprüfter Helm und kontrastreiche Motorradschutzkleidung. Das Helmvisier darf keine Kratzer aufweisen, sonst kann Streulicht bei tief stehender Sonne gefährlich stören. Nierengurt, Stiefel und Handschuhe gehören zum sicheren Motorradfahrer-Outfit. Protektoren in oder an der Kleidung erhöhen die Schutzwirkung.
Besondere Vorsicht ist in den ersten Wochen geboten. Autofahrer und Zweiradfahrer müssen sich erst wieder aneinander gewöhnen. Auch die Geschwindigkeit von Motorrollern wird von Autofahrern leicht unterschätzt.
Auf alle Fälle sollten Zweiradpiloten vor der ersten Spritztour Fahr- und Bremsübungen auf einem Verkehrsübungsplatz oder einem leeren Großparkplatz machen. Gerade das Fahren auf kurvenreichen Strecken, das richtige Bremsen in Schräglagen und auf wechselnden Fahrbahnbelägen muss nach der Winterpause erst wieder trainiert werden – am besten bei kurzen Ausflügen im Flachland.
Vor dem Start sollten Rollerfahrer prüfen, ob ihr Gefährt noch in Schuss ist: Lampen, Bremsleuchten, Bremsflüssigkeitstand und die Bremsleitungen sind zu prüfen. Die Kette sollte geschmiert werden. Bei weniger als zwei Millimeter Restprofil (im Winter vier Millimeter) sollten neue Reifen aufgezogen werden. Auch der Reifendruck sollte überprüft werden. Zu wenig Druck destabilisiert das Fahrverhalten und es wird gefährlich.
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) empfiehlt regelmäßige Fahr- und Sicherheitstrainings. Dabei soll die richtige Blickführung, eine korrekte Lenk- und Kurventechnik sowie das richtige und konsequente Bremsen eingeübt werden. Mitglieder des DVR bieten Fahrsicherheitstrainings für alle Altersklassen und jedes fahrerische Können an. Nähere Informationen gibt es unter www.dvr.de/site/sht-shp.aspx.




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