
Unfallbilanz 2008
Sicherheit und Leichtsinn
Moderne Technik und Verkehrserziehung wirken: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank 2008 die Zahl der Verkehrstoten auf Deutschlands Straßen auf einen historischen Tiefststand. Seit die Statistik 1953 erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wieder geführt wurde, gab es nie weniger Unfalltote im Straßenverkehr. Die Straßen in Deutschland sind so sicher wie noch nie. Aber das gilt nicht für Jugendliche und Fahranfänger: Nach wie vor sind Unfälle im Straßenverkehr bei den 18- bis 24-Jährigen die Todesursache Nummer eins.Im Jahr 2008 wurden in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen 4.467 Menschen im Straßenverkehr getötet. Damit sank die Zahl der Verkehrstoten um 482 Personen bzw. 9,7 Prozent. Die Zahl der Verletzten ist gegenüber 2007 um 5,5 Prozent auf rund 407.900 gesunken. Insgesamt musste die Polizei im Jahr 2008 rund 2,28 Millionen Unfälle aufnehmen, das sind 2,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Darunter waren 319.800 Unfälle mit Personenschaden (-4,8 Prozent) und 1,96 Millionen Unfälle mit ausschließlich Sachschaden (-1,9 Prozent).
Dass der Straßenverkehr sicherer wird, ist auf ein ganzes Bündel von Maßnahmen zurückzuführen. Im Bereich der Fahrzeuge nimmt die Sicherheit stetig zu. Fahrerassistenzsysteme wie ABS oder elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) sorgen dafür, dass Unfälle vermieden werden können. Airbags, Gurtstraffer und andere Elemente der passiven Sicherheit helfen mit, die Unfallfolgen zu verringern.
So positiv die technische Entwicklung der Fahrzeuge in punkto Sicherheit ist, sie sollte niemanden dazu verleiten, das Risiko im Straßenverkehr zu unterschätzen. Und das gilt für Fahranfänger ebenso wie für erfahrene Vielfahrer. Für Leichtsinn und Selbstüberschätzung ist im Straßenverkehr kein Platz. Selbstüberschätzung ist vor allem ein typisch männliches Problem. Von Jungs wird oft erwartet, dass sie keine Angst zeigen, sondern Mut beweisen. Sie stehen eher unter Druck und meinen, sich vor Freunden als stark präsentieren zu müssen.
Die Straße ist für Imponiergehabe die falsche Bühne. Zu schnell können rasante Fahrten im Graben oder im Gegenverkehr enden. Gerade wenn Gleichaltrige als Gruppe unterwegs sind, gilt es, cool und besonnen zu bleiben. Cool ist nicht, wer viel riskiert, sondern, wer gelassen und vorausschauend fährt – egal was andere reden.




![[Logo] www.jugend-arbeitsschutz-preis.de](/images_nextline/JAZ_Farbe.gif)