
Auffahrunfälle
Fahrerassistenten können Fehler vermeiden
Würde kein Mensch hinter dem Lenkrad sitzen, sondern elektronische Helfer, dann könnten viele Auffahrunfälle vermieden werden. Gleich drei elektronische Fahrerassistenten helfen, diese Unfallart – mit 25 Prozent eine der häufigsten – zu bekämpfen.Häufig entscheidet nicht mehr als eine halbe Sekunde darüber, ob es knallt oder nicht. Das menschliche Gehirn braucht Bruchteile von Sekunden, um auf unvorhergesehene Situationen zu reagieren – im Straßenverkehr kann es dann schon zu spät sein. Menschen reagieren oft zu langsam. Auch die besten Reaktionszeiten des Menschen dauern 0,5 Sekunden. In der Regel ist aber eine Reaktionszeit von ca. 1 Sekunde normal. Man spricht ja auch von der "Schrecksekunde".
Elektronische Helfer sollen in Zukunft im Notfall eingreifen. Fahrzeuge mit Radar, Infrarotsensoren oder Kameras tasten die Umgebung ab.


Nicht alle Bremsassistenten aktivieren von selbst die volle Bremskraft. Teilweise bremsen die Systeme nur mit einer Teilkraft. Erst wenn der Fahrer die Bremspedale betätigt, wird eine Vollbremsung eingeleitet. Andernteils gibt es mehrstufige Bremsassistenten. Sie warnen den Autofahrer optisch und akustisch vor einem drohenden Auffahrunfall und berechnen automatisch den notwendigen Bremsdruck, um den Crash zu verhindern. Das System reagiert nach der ersten Warnung mit einer Teilbremsung, sofern der Fahrer nicht selbst bremst. Wird vom Fahrer weiterhin keine Vollbremsung ausgelöst, so baut das System den kompletten Bremsdruck auf. Der Fahrer gewinnt so wichtige Sekundenbruchteile, die helfen können, den drohenden Auffahrunfall zu verhindern. Ein wichtiger Faktor gegen Auffahrunfälle ist natürlich auch eine aufmerksame, vorausschauende und defensive Fahrweise.




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