
Tempo 30 im Betrieb
Geschwindigkeitskontrolle ab Werk
Verkehrsregeln gelten nicht nur im öffentlichen Straßenverkehr, sondern meistens auch auf dem Firmengelände. Im Fordwerk in Köln beispielsweise gilt die Straßenverkehrsordnung. Die Geschwindigkeit ist auf 30 km/h beschränkt. Und das wird seit Juni auch kontrolliert – nicht von der Polizei, sondern vom Werkschutz und der Abteilung Arbeitssicherheit.Mit Lasermessgeräten kontrollieren Ford-Mitarbeiter die Geschwindigkeit ihrer Kollegen sowie der Lieferanten und Kunden, die auf den Kölner Ford-Straßen unterwegs sind. Gemessen wird vor allem an den Unfallschwerpunkten: an Kreuzungen und langen Strecken, auf denen oft zu schnell gefahren wird.
Wer zu schnell fährt, wird vor Ort angehalten, ermahnt und registriert. "Wiederholungstäter" und Kollegen, die erheblich zu schnell sind, werden der Personalabteilung gemeldet. Im schlimmsten Fall drohen unbelehrbaren Rasern Strafen wie der Entzug der Einfahrerlaubnis auf das Werksgelände oder eine Abmahnung. "Es geht uns nicht darum, irgendjemanden zu bestrafen, sondern darum, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu verbessern", erklärt Lars Drewes, Leiter der Werksicherheit. Deshalb auch die Maßnahme, Raser direkt anzuhalten und aufzuklären.
Geschwindigkeitskontrollen mit Lasermessgeräten hatte der Verkehrsausschuss der Ford-Werke beschlossen, weil es mehrfach zu kleineren Unfällen und Beinaheunfällen auf dem Werksgelände gekommen war. Überwiegend werde die Aktion von der Belegschaft sehr positiv aufgenommen, erklärt Drewes. Auch Manager seien schon einmal "geblitzt" worden, erklärt er. Das sei dann noch kritischer zu bewerten, da diese ja eine Vorbildfunktion hätten.




![[Logo] www.jugend-arbeitsschutz-preis.de](/images_nextline/JAZ_Farbe.gif)