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Autobahn

Autobahn

Sicher und schnell

Obwohl sie am schnellsten befahren werden, sind die Autobahnen die sichersten Straßen in Deutschland. Während ein Drittel des gesamten Straßenverkehrs über sie läuft, ereignen sich auf Autobahnen nur 6,9 Prozent aller schweren Unfälle. Auch im Ländervergleich schneiden die deutschen Autobahnen gut ab. Die Rate der Getöteten pro einer Milliarde Kfz-Kilometer auf Autobahnen ist in Deutschland mit 2,97 deutlich geringer als zum Beispiel in den Österreich (4,18), Belgien (4,78) oder den USA (5,01).


Wenn es allerdings kracht, sind die Unfallfolgen auf Autobahnen oft gravierend. Im Jahr 2006 wurden bei Unfällen auf deutschen Autobahnen 645 Personen getötet, 5.851 schwer und 25.586 leicht verletzt. Ob auf der Autobahn oder in einer Spielstraße: Nicht angepasste Geschwindigkeit zählt zu den Hauptunfallursachen. Bei überhöhter Geschwindigkeit steigt das Risiko, dass der Fahrer die Beherrschung über das Fahrzeug verliert oder Gefahren zu spät erkennt, überproportional an. Vor allem aber sind die Unfallfolgen bei hoher Geschwindigkeit drastischer.

Fast ein Drittel aller Verkehrsunfälle passiert durch ungenügenden Abstand zum Vordermann. Auch auf Autobahnen gefährden Drängler nicht nur sich selbst, sondern auch Leben und Gesundheit der anderen Verkehrsteilnehmer. Übermüdung ist eine weitere Hauptunfallursache. Ein Viertel aller tödlichen Unfälle auf Autobahnen gehen nach Informationen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf Müdigkeit zurück.

Einige Tipps können helfen, sicherer auf der Autobahn unterwegs zu sein:

Grundsätzlich sollte nur die Spur gewechselt werden, wenn eine Gefährdung anderer ausgeschlossen werden kann. Wer eine Autobahnauffahrt passiert, sollte vor allem den rückwärtigen Verkehr beobachten und die eigene Geschwindigkeit möglichst konstant halten. Das erleichtert es auffahrenden Verkehrsteilnehmern, die Verkehrssituation klar einzuschätzen und sicher einzufädeln.

Auch das Auffahren auf die Autobahn verlangt hohe Aufmerksamkeit. Viele nehmen auf dem Beschleunigungsstreifen zu zögerlich Tempo auf. Andere wechseln viel zu schnell vom Beschleunigungsstreifen auf die Überholspur. Der fließende Verkehr auf der Autobahn hat aber in jedem Fall Vorfahrt. Nähern sich andere Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit, kann es leicht zu gefährlichen Situationen kommen. Wer auf die Autobahn auffährt, sollte auf dem Beschleunigungsstreifen zügig Tempo aufnehmen, den Blinker setzen, den fließenden Verkehr beobachten und am Ende des Beschleunigungsstreifens in eine ausreichend große Lücke auf der rechten Fahrspur einfädeln. Notfalls muss am Ende des Beschleunigungsstreifens angehalten und eine Lücke abgewartet werden. Etwas anders sieht es an Engstellen aus. Hier muss das Reißverschlussprinzip angewendet werden: bis zur Engstelle vorfahren und dann wechselseitig einordnen.

Besonders groß ist das Unfallrisiko im Bereich von Autobahnbaustellen. Die Verkehrsführung ist oft unübersichtlicher, schmaler oder kurvig. Vor Baustellen, so vielfach die Beobachtung der Autobahnpolizei, wird viel zu spät und zu scharf gebremst. Dies und ein zu geringer Sicherheitsabstand können leicht zu folgenschweren Unfällen führen. Laut Statistischem Bundesamt kommt es im Bereich von Autobahnbaustellen jährlich zu rund 1.600 schwerwiegenden Kollisionen mit mehr als 1.500 Verletzten. Im Jahr 2006 wurden im Baustellenbereich 25 Personen getötet.

Autobahnbaustellen bedeuten für viele Autofahrer Stress. Sie müssen viele Informationen verarbeiten. Zahlreiche Verkehrszeichen, die verengte Fahrbahn, oft unklare Fahrbahnmarkierungen oder Blinkzeichen können schnell zur Reizüberflutung führen. Nachts verschärft sich die Situation zudem, da Konzentration und Sehschärfe nachlassen und die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge die Augen blenden. Vor Autobahnbaustellen sollte daher rechtzeitig abgebremst werden. Wer sich unsicher fühlt, sollte auf alle Fälle auf der breiteren rechten Spur bleiben.
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