Ein Auto, das von alleine fährt

Auto ohne Fahrer

Laser-Sensoren steuern Autos von morgen

Ein schwarzer Wagen fährt über den großen Platz vor der Aschaffenburger Stadthalle. Er stoppt, wendet und fährt zurück. Am Steuer sitzt niemand. Wie bitte? "Sicher eine Fernsteuerung! Nein? Wie geht denn das?", fragen Passanten. Einer der Ingenieure, die die Präsentation des Ibeo Lux Im Rahmen der Safety Expo begleiten, erklärt es: Das Fahrzeug fährt von selbst.


Zwei Laser-Sensoren scannen die Strecke vor dem Auto, einer überwacht, was hinter dem Wagen "zu sehen" ist. 200 Meter im Voraus können die unsichtbaren Laserstrahlen Hindernisse oder Menschen auf der Fahrbahn erkennen. Das Fahrzeug hält automatisch Abstand. In Gefahrensituationen reagiert der Wagen wie ferngesteuert. Dann bremst er oder er weicht aus, je nach dem, welche Reaktion möglich und sicher ist. Doch Lux macht alles von selbst. Vier Rechner unter der Ladefläche im Kofferraum steuern das Versuchsfahrzeug.

Der Wagen kommuniziert dazu auch mit anderen Fahrzeugen. Auf dem großen Platz unterhalb des Aschaffenburger Schlosses wird das durch einen zweiten Pkw simuliert, der als Pannen- oder Unfallfahrzeug im Weg steht. Er hupt, als sich Lux nähert. Das Warnsignal veranlasst den Selbstlenker dazu, abzubremsen und anschließend vorsichtig an dem stehenden anderen Auto vorbeizufahren. Dank GPS-System weiß Lux immer, wo er sich befindet.

Bei der Urban Challenge, einem Rennen für Roboterfahrzeuge im November 2007 in den USA, kam der Prototyp ins Halbfinale, schied dann aber leider mit Motorschaden aus. Fest steht: Autos, die vollständig selbständig an unserem alltäglichen Straßenverkehr teilnehmen, wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Der Mensch bleibt der zentrale Führungsverantwortliche für sein Auto. Allerdings erhält er schon jetzt eine enorme Unterstützung durch viele Systeme, die in dem Roboterfahrzeug eingebaut sind. Er kann sich schon heute vor dem Verlassen der Fahrspur durch einem elektronischen Assistenten warnen lassen und das Auto selbständig seinen Abstand zum Vordermann einhalten lassen und es in Notfällen auch alleine bremsen lassen. Und wer Schwierigkeiten mit einer Parklücke hat kann auch diese Teilaufgabe an einen Parkassistenten abgeben. Auf der Homepage www.bester-beifahrer.de informiert der DVR über Fahrerassistenzsysteme in aktuellen Fahrzeugen.
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