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Xenon-Scheinwerfer

Xenon reduziert nächtliche Unfälle

Modernes Licht, bessere Sicht

Xenonlicht bei Pkw verhindert Unfälle und rettet damit auch Leben. Das ist das Resultat einer Studie des TÜV Rheinland. Wären alle in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge mit Xenonlicht statt mit herkömmlichen Halogenlampen ausgerüstet, ließen sich bei Nachtfahrten auf Landstraßen und Autobahnen viele schwere Unfälle vermeiden. Nach Angaben des TÜV Rheinland könnte die Zahl der Unfälle mit Verletzten um sechs Prozent und die der Todesopfer um 18 Prozent sinken.


Die Untersuchung des TÜV Rheinland basiert auf einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Deren Ergebnis: Zwischen 1991 und 2001 nahm in Deutschland die Zahl der Nacht-Unfälle mit Verletzten deutlicher ab als die Zahl der Unfälle am Tag. Ziel der aktuellen TÜV Rheinland-Studie war es herauszufinden, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen dem Rückgang der Unfallzahlen und innovativen Entwicklungen auf dem Sektor der Fahrzeugbeleuchtung, speziell der Einführung des Xenonlichts. Dazu hat der TÜV die Unfallhäufigkeit von Fahrzeugen der Oberklasse mit und ohne Xenonlicht verglichen.

„Wir konnten nachweisen, dass es auf Landstraßen und Autobahnen einen statistisch signifikanten Einfluss des Xenonlichts auf die Unfallhäufigkeit gibt - und zwar unabhängig von anderen technischen Neuerungen wie Antiblockiersystem oder elektronischem Stabilitätsprogramm", sagt Dr. Hendrik Schäbe, Sicherheitsexperte des TÜV Rheinland. Wie zu erwarten hat das Xenonlicht auf die Unfallhäufigkeit im innerstädtischen Bereich keinen Einfluss, da in Städten ausreichend Straßenbeleuchtung vorhanden ist.

Derzeit sind rund zehn Prozent aller in Deutschland zugelassenen Autos mit Xenonlicht ausgerüstet. „Dabei ist Fakt, dass die nächtlichen Unfallzahlen mit dem steigenden Xenonlicht-Anteil weiter zurückgehen. Auch diese Tatsache stützt unsere Analyse“, erklärt Schäbe.

Unabhängig von der Leuchtkraft der Scheinwerfer sind Fahrten bei Dunkelheit mit besonderen Risiken verbunden. Die Augen sind in ihrer Leistung stark eingeschränkt. Nachts beträgt das Sehvermögen eines gesunden Menschen nur ein Zwanzigstel des tagsüber erreichten Wertes. Eine Nachtfahrt, beispielsweise auf einer Landstraße, erfordert deshalb stets höchste Aufmerksamkeit. Streckenführung, Kreuzungen und Einmündungen sowie der Fahrbahnzustand müssen rechtzeitig erkannt und die Fahrweise darauf abgestimmt werden. In der Straßenverkehrsordnung heißt es: Man darf nur so schnell fahren, dass man innerhalb der überschaubaren Strecke anhalten kann (Sichtfahrgebot). Das gilt besonders bei Dunkelheit.
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