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Plakat 'Geschnallt?'

Lebensretter Nummer eins

50 Jahre Sicherheitsgurt

01.03.2007 - Für viele ist es eine ganz automatische Handlung. Nach dem Einsteigen kommt der Griff zum Gurt und dann das „Klick!“ – und das ist gut so. Denn der Lebensretter Nummer eins im Auto ist immer noch der Sicherheitsgurt. „Erst gurten, dann starten“ lautete schon vor 33 Jahren erstmals ein Slogan. Doch die Geschichte des Gurtes ist bereits viel älter. In diesem Jahr feiert der Sicherheitsgurt sogar ein Jubiläum. 1957, also vor 50 Jahren wurden erstmals Gurte in einem Serienfahrzeug eingebaut.


Gurtähnliche Konstruktionen gab es bereits sehr viel früher. Bereits im Jahr 1903 erfand Louis Renault einen Fünfpunkt-Sicherheitsgurt. In ihrer Anfangszeit wurden Sicherheitsgurte vor allem im Rennsport eingesetzt. Ab 1957 gab es bei Porsche und Mercedes-Benz Beckengurte als Sonderausstattung. Zwei Jahre später liefen die ersten Fahrzeuge vom Band, die serienmäßig mit Gurten ausgerüstet waren. Allerdings sind die Gurte von damals nicht mit den Sicherheitsgurten von heute zu vergleichen. Heute sitzen die Gurte natürlich wesentlich bequemer. Sie sind auf die jeweilige Schulterhöhe einstellbar und sie rollen sich von selbst wieder auf. 1974 wurden erstmals auch für Lkw Gurte angeboten.

Auch die Gurtpflicht gibt es seit den 70-er Jahren. Seit 1970 ist der Einbau von Sicherheitsgurten auf Vordersitzen von Pkw, seit 1979 auf Rücksitzen vorgeschrieben (im Lkw seit 1992). Grundsätzlich gilt heute: Sind Gurte vorhanden, müssen sie auch angelegt werden. Diese Verpflichtung wurde für Vordersitze von Pkw 1976 eingeführt, für Rücksitze 1984 und für Lkw 1992. Während es damals von vielen Autofahrern Widerstand gegen die Gurtpflicht gab, sind die Kritiker heute weitgehend verstummt. Eindeutig bewies die Unfallstatistik, dass der Nutzen die Nachteile des Gurtes bei Weitem überwiegt. Inzwischen liefert der Airbag ein weiteres Argument für die Gurtpflicht: Seinen höchstmöglichen Schutz bietet er nur, wenn sich der Insasse im ausreichenden Abstand dazu befindet.

Im Jahr 2004 lag in Deutschland die Anlegequote erwachsener Pkw-Insassen bei 94 Prozent auf Vorder- und 90 Prozent auf Rücksitzen.
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