Juli 2006
Gefährliche Ladung: Wie Kraut und Rüber

"Die meisten Fehler geschehen aus Unwissenheit"
Das next-Interview mit dem Experten für Gefahrguttransporte
Dipl.-Ing. Bernhard Resch von der Gewerbeaufsicht in Regensburg.
Next: Herr Resch, stellen Sie sich bitte vor, ein Geselle und ein Azubi beladen gemeinsam einen Kleinlaster, um auf die Baustelle zu fahren. Wer von beiden ist für die Ladungssicherung verantwortlich?
Laut Gefahrgutrecht gibt es meistens mehrere Personen, die gleichzeitig verantwortlich sind. Für die Ladungssicherung beispielsweise der Fahrer und die Personen, die die Beladung durchführen. Konkret in Ihrem Fall hieße das: Geselle und Azubi.
Next: Wie sollte sich ein Azubi verhalten, wenn ihm auffällt, dass der Geselle oder der Chef eine verladene Druckgasflasche nicht richtig gesichert haben?
Er sollte ganz selbstbewusst auf eine korrekte Ladungssicherung hinweisen. Im günstigsten Fall bewahrt er seinen Chef vor einem saftigen Bußgeldbescheid – das können leicht mehrere hundert Euro sein –, auf alle Fälle tut er etwas für die Verkehrssicherheit – und für die eigene.
Next: Welche Fehler werden ganz allgemein am häufigsten beim Transport von Gefahrgütern und Materialien in Pkw oder Kleinlastern gemacht?
Die Ladung wird nicht oder nur unzureichend gesichert und die Verpackungen sind oft mangelhaft.
Was sind die Ursachen für dieses Verhalten?
Meistens ist es wirklich nur Unwissenheit. In vielen Betrieben ist nicht bekannt, dass die Beschäftigten zum Beispiel über Ladungssicherung etc. zu unterweisen sind, auch wenn sie nur mit kleineren Mengen an Gefahrgut umgehen.




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