Höhenarbeiten
Arbeiten zwischen Himmel und Erde
„Kein Risiko eingehen!“

Diplom-Ingenieur Marco Einhaus arbeitet als Technische Aufsichtsperson bei der Berufsgenossenschaft Metall Süd. Unter anderem betreute er die Höhenarbeiten während des Baus der Allianz Arena in München. next wollte von ihm wissen, was besonders junge Leute bei Arbeiten in großer Höhe beachten sollten.
Next: In welchen Berufen müssen Auszubildende damit rechnen, auch einmal in großer Höhe zu arbeiten?
Einhaus: Da wären auf der einen Seite natürlich kurzzeitige Bau- und Montagetätigkeiten sowie Wartungs- und Sanierungsarbeiten – denken Sie hier zum Beispiel an die Monteure im Stahlbau oder in der Telekommunikationsbranche. Auf der anderen Seite sind da die Landschafts gärtner, die ab und zu auf Bäume klettern müssen, um sie zu beschneiden Letztendlich müssen auch die Beschäftigten der Rettungsdienste fit für die Arbeit in der Höhe sein. Außerdem gibt es mittlerweile die neue Branche der Gewerbekletterer beziehungsweise der Höhenarbeiter. Die haben sich auf verschiedenste Arbeiten in großer Höhe und an schwer zugänglichen Orten spezialisiert. Aber das sind in der Regel echte Kletterprofis.
Next: Besonders im Klettern ungeübte Menschen verbinden mit einem solchen Arbeitsplatz ein großes Risiko. Passiert hier wirklich so viel?
Einhaus: Wenn eine gute Ausbildung vorhanden ist, gibt es nach meinen Erfahrungen bei trainierten Höhenarbeitern keine besonderen Unfallschwerpunkte! Diese Leute wissen einfach, was sie sich zutrauen können und sind entsprechend vorsichtig. Probleme könnten eventuell bei unsachgemäßer Verwendung der Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz auftreten. Nicht von ungefähr sind Abstürze eine der häufigsten Unfallursachen bei Bau- und Montagearbeiten.
Next: Welche Sicherungseinrichtungen sind denn bei Höhenarbeiten vorgeschrieben?
Einhaus: Höhenarbeiter benutzen bei ihren seilunterstützten Arbeiten zwei voneinander unabhängige Seile, und zwar ein Arbeits- und ein Sicherungsseil. Diese Seile sind mit der Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz, dem Auffanggurt, verbunden. Zum Sicherungssystem gehören auch ein Falldämpfer und selbstsichernde Positionierungsgeräte.




![[Logo] www.jugend-arbeitsschutz-preis.de](/images_nextline/JAZ_Farbe.gif)