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Höhenarbeiten

Arbeiten zwischen Himmel und Erde

Grenzen von Mensch und Material

Ziele des Trainings in Marbach sind, dem Anwender die Einsatzmöglichkeiten der PSA zu zeigen und ihn zu motivieren, sich konsequent abzusichern. „Nur wer seine und die Grenzen der PSA kennt, kann sich ganz sicher fühlen“, merkt Trainer Adrian Piscas an. „Es ist eine persönliche Entscheidung, was sich jemand in absturzgefährlichen Situationen zutraut. Wir wollen keine Helden machen.“ Wer sich selbst bei Höhenarbeiten oder an Absturzkanten sicher fühlt und richtig absichert, hat also schon viel erreicht. Doch was tun, wenn ein Kollege bewusstlos wird, sich verletzt oder in den Anseilschutz fällt? Er muss schnellst möglich gerettet werden – dafür tragen der Arbeitgeber und die anwesenden Kollegen Verantwortung. Helfen kann aber nur, wer gut ausgerüstet und trainiert ist.
So stellt einer der Männer nach der Lektion „Kameradenrettung“ fest: „Das würde ich im Arbeitsalltag gerne öfter üben, denn jeder Ort stellt dich vor eine andere Schwierigkeit. Damit muss man umgehen lernen, wenn man im Ernstfall eine Hilfe sein will.“

Konzentration und gute Nerven

Was da hilft, ist vor allem Routine im Umgang mit den PSA. Die Trainingsteilnehmer klettern an Leiteraufstiegen hoch und sichern sich mit Karabinerhaken, Auffanggurt, Halteseil und Falldämpfer oder sie besteigen eine Gitterrostplattform, um in 25 Meter Höhe von einem Sicherungssystem zum anderen zu wechseln. Es kommt darauf an, sich ohne Lücke in der Sicherungskette zügig und mit möglichst geringem Risiko zu bewegen. „Jede dieser Übungen trägt dazu bei, Vertrauen in die eigene Leistung und in das Material zu gewinnen“, erklärt Trainer Jan Müller, während er einen Mobilfunktechniker nicht aus den Augen lässt, der weit über ihm auf einem schmalen Metallträger entlangläuft.
Die Gewöhnung an Höhe in solch exponierter Position erfordert Konzentration und gute Nerven. An den Bewegungen der Übungsteilnehmer ist abzulesen, wer sich dabei sicher fühlt und wer weiche Knie hat. Die beiden Trainer vermitteln vor allem Ruhe, gehen auf die individuellen Fehler und Fragen ausgiebig ein. Nach dem Training sind die Teilnehmer zufrieden. Nach eigener Aussage haben sie viel für ihren Berufsalltag dazugelernt und an Sicherheit und Erfahrung gewonnen.
Einer von ihnen hat allerdings noch einen Wunsch: „Alle meine Chefs sollten mal so ein Training mitmachen. Damit sie eine Ahnung davon bekommen, wie es ist, da oben zu arbeiten.“

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Kameradenrettung:
Jan Müller und Adrian Piscas
führen in 25 Meter Höhe
die Rettung
einer hilflosen Person
an einer Leiter vor.

 

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