Dezember 2005
Mit Nasenspülung gegen Staub
• Pro Jahr werden den Berufsgenossenschaften über 5.000 Fälle von Atemwegserkrankungen gemeldet
• Regelmäßige Nasenspülungen können helfen, die Nase sauber und frei zu halten
Ständig Staub und Schmutz ausgesetzt, freies Atmen oftmals nur mit einer Schutzmaske und fast jeden Abend das Gefühl einer verstopften Nase – undenkbar für die einen, Arbeitsalltag für die anderen. Berufe, in denen regelmäßig viel „Staub aufgewirbelt“ wird, sind beispielsweise Bauarbeiter und Maler, aber auch Bäcker und Konditor. In vielen Fällen hat die dauerhaft erhöhte Verunreinigung der Atemluft gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit: Mehr als 5.000 neue Fälle verschiedener Atemwegserkrankungen werden den Berufsgenossenschaften pro Jahr gemeldet (Quelle: Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften, Deutscher Allergie- und Asthmabund, 2000).
Einen möglichen Schutz vor Erkrankungen sowie eine Linderung der Beschwerden, wie sie durch Staub und andere Schadstoffe im Bereich der oberen Atemwege entstehen können, können regelmäßige Spülungen der Nase bieten.
Jährlich werden ca. 30.000 Ausbildungen abgebrochen – oftmals wegen beruflich bedingter Allergien. Und gerade bei jungen Berufstätigen machen allergische Atemwegserkrankungen einen erheblichen Teil der neu gemeldeten Berufskrankheiten aus. Wichtigste Waffen gegen diese Entwicklung sind Aufklärung und Prävention. Denn gerade für die Berufe mit erhöhter Staub- und Schmutzbelastung gilt, dass schon bei der Berufsberatung auf eventuelle gesundheitliche Risiken der späteren Arbeit hingewiesen werden sollte, damit der Traumjob nicht irgendwann zum gesundheitlichen Albtraum wird. Um die Gefahr zu verringern, dass die mühsam gefundene Lehrstelle wieder aufgegeben werden muss, sollte bei einer guten Beratung vor allem auf eine allergische Disposition der Berufsanfänger – also eine Vorbelastung hinsichtlich allergischer Erkrankungen – geachtet werden.
Ist man bereits in einem „Staubberuf“ tätig, so sollten unter anderem die natürlichen Abwehrmechanismen des Körpers unterstützt werden. Gerade in den Fällen, in denen die natürlichen Reinigungsmechanismen der Nase durch zu viel Staub, Ruß und andere Stoffe zwangsläufig überlastet sind, haben sich Nasenspülungen mit einer Nasendusche und einer Salz- Lösung bewährt. Abgelagerte Schmutzpartikel werden einfach aus der Nase gespült, die Nasenschleimhaut wird in ihrer Funktion unterstützt, und Erkrankungen wird so wirksam vorgebeugt.
Wegen ihrer reinigenden, wohltuenden und heilenden Funktion werden regelmäßige Nasenspülungen vor allem bei starker Staub- und Schmutzbelastung, bei häufig auftretendem oder allergischem Schnupfen, bei trockener Nase oder nach operativen Eingriffen im Bereich der Nase empfohlen.
Mediziner raten dazu, sich am besten jeden Abend die Nase zu spülen. Die Anwendung ist denkbar einfach: Der Inhalt eines Dosierbeutels Nasenspülsalz (zum Beispiel von der Firma Emser) wird in eine Nasendusche gefüllt und mit ca. 250 ml lauwarmem Wasser aufgelöst. Anschließend die Nasendusche bei weit geöffnetem Mund ansetzen und die isotonische Spüllösung läuft in das eine Nasenloch hinein und zum anderen automatisch wieder hinaus – ohne Verschlucken und ohne Husten. Dabei erzeugt das Spülen der Nase ein wohltuendes und angenehmes Gefühl – nicht mit dem zu vergleichen, wie man es beispielsweise vom Schwimmbad her kennt, wenn einem Chlorwasser in die Nase gelangt. Nasenduschen inkl. Nasenspülsalz sind zum Beispiel in Apotheken erhältlich.
Beratung und Informationen rund um das Thema „Allergien“ bietet der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. unter der Hotline (0 21 61) 1 02 07 an.
Quelle: Deutscher Pressestern




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