
August 2005
Heben und Tragen: Take it easy
Magnete, Klemmen, Zangen, Sauggriffe, Gurte, Karren: Es gibt viele kleine Helfer, die das Heben und Tragen von Lasten vereinfachen. Statt selbst zu stöhnen, lasst sie doch für euch schuften!
Nur nicht buckeln
In vielen Berufen gehört schweres Heben und Tragen einfach dazu. Das gefällt den Knien und ganz besonders dem Rücken überhaupt nicht. Also sollte man hier mal ganz egoistisch sein und sich helfen lassen, wann immer es geht.
Wer im Job viel und schwer heben muss, für den gibt es drei Topsünden, die der Rücken auf Dauer wirklich krumm nimmt:
1) Die Last – egal ob Steine, Säcke, oder Kisten mit rundem Rücken an- und hochheben und genauso wieder absetzen. „Aus dem Rücken heben“ ist für diesen ein echter Horror, weil dabei die Wirbelsäule unglaublichen Belastungen ausgesetzt ist und die Bandscheiben, die ja zwischen den Wirbelkörpern als Puffer sitzen, einseitig zusammen gequetscht werden.
2) Anheben einer Last und gleichzeitiges Verdrehen des Oberkörpers. Das macht man nicht allzu oft, dann winkt das Krankenbett!
3) Heben und Tragen der Last mit weit nach vorne ausgestreckten Armen. Je weiter eine Last vom Körper entfernt gehoben und getragen wird, desto größer ist die Belastung für die Wirbelsäule.
Kleine Helfer
Zum Glück gibt es für viele Hebe- und Tragetätigkeiten mittlerweile einfache Hebe- und Tragehilfen. Mit ihnen lassen sich Lasten nicht nur rückenschonend aufnehmen und halten, sie erleichtern auch das Tragen und helfen zusätzlich, typische Verletzungen an der Hand, zum Beispiel Schnitte oder Quetschungen, zu vermeiden.
Da gibt es beispielsweise:
- Magnete mit Griffen und Blechklemmen für Blechtafeln
- Vakuum-Sauggriffe für glatte und ebene Teile (zum Beispiel Glasscheiben)
- Klemmgriffe für Holzplatten
- Tragketten für Bündel von Rohren, Stabeisen etc.
- Spezielle Tragegurte für schwere Lasten und Hebezangen zum Anheben von schweren Lasten.
Starke Helfer
Reichen diese kleinen, einfachen Helfer nicht aus und sind die zu transportierenden Teile zu schwer oder zu sperrig, gibt es noch die so genannten technischen Transportmittel, die entweder per Motor angetrieben werden (Gabelstapler, Elektrokarren usw.) oder von Hand gehalten und bewegt werden (Sackkarre, Schubkarre, Hubwagen).
- Mit einer Sack- oder Stechkarre kann man Behälter, Kästen, Säcke etc. leicht und sicher von einem Ort zum anderen schaffen. Eine Sonderform ist die Flaschenkarre für die Beförderung von Gasflaschen.
- Schubkarren für Stück- und Schüttgut findet man auf jeder Baustelle und in vielen Gärten.
- Mit hydraulischen Handgabelhubwagen transportiert man Paletten. Allgemein bekannt aus dem Supermarkt, wo sie den Mitarbeitern helfen, die Waren an die Regale zu bringen.
- Nicht mehr ganz so einfach zu bedienen sind die Mitgänger-Flurförderzeuge. Sie werden von einem Elektromotor angetrieben. Wer mit ihnen arbeitet, muss zwar noch keine besondere Ausbildung wie für den Gabelstapler haben, aber er muss auf jeden Fall gründlich eingewiesen und unterwiesen worden sein.
Besondere Helfer


Autsch muss nicht sein: Persönliche Schutzausrüstung benutzen
Quetschen, prellen, stauchen, schürfen, schneiden, klemmen: Bei Transportarbeiten sind definitiv die Hände am meisten gefährdet. Deshalb sollte man nie ohne Schutzhandschuhe arbeiten.
Wer dann noch seine Füße mit Sicherheitsschuhen schützt und wenn notwendig – zum Beispiel bei Lade- und Stapelarbeiten – einen Schutzhelm trägt, der ist auf der sicheren Seite.




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