
Oktober 2009
Ein Gurt für alle Fälle?
Schon kleine ungesicherte Gegenstände wie ein Handy oder eine Getränkedose können bei einer Vollbremsung oder einem Crash zu gefährlichen Geschossen werden. Vom Bußgeld, das dem Fahrer bei schlampig gesicherter Ladung droht, ganz abgesehen.Der Reiseatlas auf der Hutablage schießt bei einem Frontalcrash unter Umständen mit einem Aufprallgewicht von über 60 Kilogramm durch den Fahrzeuginnenraum. Ein Handy kann es immerhin auf rund 17 Kilogramm bringen, das Bierfass für die Grillparty oder ein ausgewachsener Schäferhund auf mehr als eine Tonne. Egal, ob man beruflich oder privat unterwegs ist: In seiner Funktion als Fahrer, Fahrzeughalter oder auch Verlader ist man persönlich dafür verantwortlich, dass die Ladung im Wagen sicher verstaut ist und niemanden gefährden kann – nicht die Insassen selbst, aber auch keine anderen Verkehrsteilnehmer. Und das kann schnell passieren: zum Beispiel, wenn man plötzlich stark abbremsen oder einem Hindernis ausweichen muss.
So sichern Sie Ihre Ladung richtig:
Wählen Sie das geeignete Fahrzeug
Zentnerschwere Säcke oder lange Vierkanthölzer gehören einfach nicht in einen kleinen Pkw. Für außergewöhnliche Transporte sollten Sie sich ein passendes Fahrzeug leihen oder den Bringservice – beispielsweise vom Möbelhaus oder Baumarkt – in Anspruch nehmen.
Beachten Sie das Gesamtgewicht
Überschreiten Sie auf keinen Fall das zulässige Gesamtgewicht Ihres Fahrzeugs. „Die Fahrt wird sonst zu einem unkalkulierbaren Risiko“, erklärt Jürgen Bente, Referent beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). „Hier sollte man sich unbedingt an die Herstellerangaben im Fahrzeugschein halten.“ Nicht vergessen: Auch das Gewicht der mitfahrenden Personen zählt.
Packen Sie so viel wie möglich in den Kofferraum
Alles, was nicht unbedingt vorne benötigt wird, gehört in den Kofferraum. Das ist nämlich der sicherste Transportraum in einem Pkw. Er ist durch eine Trennwand oder die Rücksitzbank zum Fahrzeuginneren abgeschirmt. Wenn Sie dann noch Ihren Kofferraum mit einer Anti-Rutsch- Matte auslegen, können vor allem flache Frachten wie Kästen, Kartons etc. kaum in Bewegung geraten. Besonders dann nicht, wenn sie so weit vorne wie möglich im Kofferraum verstaut werden. Sachen, die Sie vorne im Wagen brauchen, packen Sie am besten in die Seitenfächer oder ins Handschuhfach.

Benutzen Sie den Beifahrersitz nicht als Ablage
Der Beifahrersitz ist keine Gepäckablage, beispielsweise für Laptop oder Handy. Immer wieder zeigt sich, dass die Fahrer bei Brems- oder Lenkmanövern instinktiv nach rechts greifen, um ins Rutschen geratene Geräte festzuhalten – und deshalb die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren.





![[Logo] www.jugend-arbeitsschutz-preis.de](/images_nextline/JAZ_Farbe.gif)
