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November 2008: Gehörschutz

Artenvielfalt

Diese Gehörschutzarten gibt es

Gehörschutzstöpsel: Hier wird zwischen Ein- und Mehrwegstöpseln, die man vor dem Einsetzen mit den Fingern formen kann, und vorgeformten Mehrwegstöpseln unterschieden. Stöpsel sind in erster Linie für Arbeitsplätze mit andauernder Lärmeinwirkung geeignet, vor allem wenn Mitarbeiter bei der Arbeit stark schwitzen oder zugleich Brille oder Schutzbrille tragen. Die Stöpsel sollten fest und korrekt sitzen. Beim Einsetzen kann man durchaus Fehler machen, die vor allem die Dämmwirkung herabsetzen.

So setzen Sie Ihre Einwegstöpsel richtig ein: Greifen Sie mit einer Hand um den Kopf und ziehen Sie die Ohrmuschel nach hinten und etwas nach oben. Dadurch wird der Gehörgang gestreckt und Sie können den Stöpsel, den Sie vorher zwischen den Fingern der anderen Hand dünn zusammengerollt haben, tief genug in den Gehörgang einführen. Lassen Sie nicht direkt los, sondern fixieren Sie den Stöpsel so lange mit den Fingern im Ohr, bis er sich vollständig an den Gehörgang angelegt hat – mindestens zehn Sekunden. Nur so lassen sich die Dämmwerte erreichen, die der Hersteller angegeben hat. Stöpsel, die weit aus dem Ohr herausschauen, sitzen nicht richtig.

Schnurstöpsel: Um die Gehörschutzstöpsel nicht zu verlieren, können sie mit einer Verbindungsschnur getragen werden. Das sollte man allerdings nicht in der Nähe bewegter Maschinenteile, zum Beispiel an Dreh- oder Bohrmaschinen tun. Hier besteht die Gefahr, dass die Verbindungsschnur erfasst wird und beim Herausreißen der Stöpsel der Gehörgang und das Trommelfell verletzt werden.

Bügelstöpsel: Sie sind vor allem Brillenträgern zu empfehlen, wenn der Gehörschutz häufig auf- und abgesetzt werden muss. Allerdings können hohe Schallspitzen entstehen, wenn man mit dem Bügel zum Beispiel an ein Maschinengestell stößt. Besteht die Gefahr von harten Schlägen an den Kopfbügeln, darf dieser Gehörschutz nicht getragen werden.

Kapselgehörschützer: Sie sind empfehlenswert, wenn man wiederholt für kurze Zeit Lärm ausgesetzt ist und der Gehörschutz häufig auf- und abgesetzt wird. Bei längerem Tragen können sie allerdings zu unangenehmem Druckgefühl am Kopf oder Gehörgang führen. Brillenträger aufgepasst: Brillen können verhindern, dass die Kapseln dicht am Ohr anliegen – dann wird die Schutzwirkung beeinträchtigt.

Gehörschutzotoplastiken: Der Mercedes unter den Gehörschutzmitteln. Otoplastiken werden individuell nach dem Ohr und insbesondere dem Gehörgang des Trägers geformt, gefertigt und verschließen diesen, ohne Druck auszuüben. Sie haben einen hohen Tragekomfort. Der Vorteil der Otoplastik liegt darin, dass die erreichten Schalldämmwerte durch eine Funktionsprüfung am Träger nachgewiesen werden. Der Nachteil liegt bei den erhöhten Anschaffungskosten, die aber durch die längere Verwendungsdauer weitgehend ausgeglichen werden. Da sich der Gehörgang nach längerer Zeit weiten kann, ist eine jährliche Funktionsprüfung durch den Hersteller ratsam.

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Einsetzen von Gehörstöpseln
© Berghäuser

 
Sollte etwas mit Ihrem Gehörschutz nicht in Ordnung sein, zum Beispiel wenn er nicht richtig passt, die Arbeit erschwert, Unwohlsein verursacht oder Sie mit Hautreizungen auf ihn reagieren, sollten Sie sich sofort an Ihren Vorgesetzten, die Sicherheitsfachkraft oder den Betriebsarzt wenden. Mittlerweile gibt es einige Gehörschützer, die ein Prüfzeichen für Schadstoffarmut tragen.




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