Oktober 2008: Heben und Tragen
Packesel gefällig?
Heben und Tragen im Gesundheitswesen
Die Arbeit in der Kranken- und Altenpflege geht auf den Rücken, keine Frage. Besonders Tätigkeiten in gebeugter Haltung belasten die Wirbelsäule extrem. Damit diese trotzdem gesund bleibt, sollte sie – wann immer möglich – durch den Einsatz von Hilfsmitteln entlastet werden. Das wichtigste technische Hilfsmittel überhaupt ist ein höhenverstellbares Pflegebett – leider insbesondere in der häuslichen Pflege noch keine Selbstverständlichkeit.Weitere ausgewählte Beispiele:
Patientenaufrichter und Umsetzhilfen sind mobile Geräte, mit denen man sitzfähige Patienten beispielsweise von der Bettkante in den Roll- oder Toilettenstuhl umsetzen kann. Sie helfen auch beim Anziehen von Rock oder Hose.
Lifter sind aus der Pflege nicht mehr wegzudenken. Sie kommen immer zum Einsatz, wenn ein immobiler Patient umgesetzt oder vom Boden aufgehoben werden muss. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen als Wand-, Decken- und mobile Lifter. Ein zeitgemäßer mobiler Lifter ist voll elektrisch, breitenverstellbar und kann so durch jede normale Tür gefahren werden. Stellplatz und Einsatzort sollten nah beieinander liegen, sonst wird der Lifter nicht regelmäßig benutzt.
Ein Rutschbrett beispielsweise ermöglicht einen Positionswechsel von nicht stehfähigen Patienten – auch wenn kleinere Höhenunterschiede oder Distanzen zu überwinden sind.
Ein Rollbrett erlaubt das sichere Umlagern des Patienten, zum Beispiel vom Bett auf die Trage. Die Zugschlaufen ersparen das weite Vorbeugen und das Ziehen am Patienten.
Außer diesen „großen“ Helfern gibt es noch eine ganze Reihe von „kleinen“ Hilfsmitteln, die die tägliche Arbeit erleichtern und sich beim Bewegen, Lagern, Umbetten oder Umsetzen von Patienten bewährt haben. Sie unterstützen eine rückengerechte Arbeitsweise.
Übrigens: Ihr Arbeitgeber muss je nach Arbeitsaufgabe und den sich daraus ergebenden Belastungen diese Hilfsmittel nicht nur zur Verfügung stellen, er muss auch dafür sorgen, dass Sie regelmäßig, das heißt mindestens einmal jährlich, in der richtigen Handhabung unterwiesen werden.
Auch Antirutschmatten, Gleitmatten und Haltegürtel erleichtern die tägliche Arbeit sehr. Eine Antirutschmatte unter den Füßen ermöglicht dem Patienten, sich bei Bewegungen Richtung Kopfende mit den Füßen abzudrücken. Gleitmatten und -tücher gibt es in ganz unterschiedlichen Ausführungen. Man verwendet sie für verschiedene Positionswechsel und Transfers. Und mit einem Haltegürtel lässt sich der Patient beim Aufstehen, Hinsetzen oder Umsetzen sicher halten und führen.




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