
August 2008: Alle mal hersehen
Arbeiten am Bildschirm
Hab so müde Augen
Der Mensch ist einfach nicht dafür gemacht, stundenlang auf einen Bildschirm zu starren. Sein Körper will bewegt werden und seine Augen lieben den Wechsel von Nähe und Ferne, von An- und Entspannung. Wer den ganzen Tag am Bildschirm arbeitet, verlangt seinem Körper viel ab. Der antwortet abends oft mit Kopfweh, Nackenverspannungen, schmerzenden Händen und Armen, Rückenbeschwerden – und vor allem mit müden Augen.„Wenn ich nach neun Arbeitsstunden den Computer ausmache, dröhnt mein Kopf und fühlt sich an, als würde er in einem Wattebausch stecken. Meine Augen sind todmüde und tränen. Beim Nachhausefahren mit dem Auto habe ich Probleme, mich zu konzentrieren und alles um mich herum scharf zu sehen.“ Susanne arbeitet als Onlineredakteurin den ganzen Tag fast ausschließlich am Computer.
Experten schätzen, dass Bildschirmarbeiter wie Susanne jeden Tag bis zu 33.000 Mal den Kopf und ihren Blick zwischen Bildschirm, Tastatur und Vorlage hin- und herbewegen und bis zu 7.000 Pupillenreaktionen haben. Die Augen müssen sich also viele tausend Mal am Tag an unterschiedliche Sehentfernungen und Helligkeiten anpassen. Das sind Höchstleistungen, die ermüden. Der starre Blick auf den Bildschirm belastet zusätzlich. Durch das punktgenaue, konzentrierte Sehen schließt man die Augen seltener: Statt der üblichen zehn- bis zwölfmal pro Minute werden die Augen bei der Arbeit am Monitor nur drei- bis viermal zugemacht. Und das ist schlecht für die Versorgung der Augen mit der wichtigen Tränenflüssigkeit.




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