April 2008
Elektrischer Strom auf Bau- und Montagestellen
Im Falle eines Falles: Fehlerstrom-Schutzschalter
Üblicherweise kennt man sie unter der Bezeichnung FI-Schalter, die korrekte Bezeichnung laut europäischen Normen ist allerdings RCD (Residual Current Protective Device). Dieser Fehlerstrom-Schutzschalter funktioniert vereinfacht dargestellt so: Er „misst“ den zum Beispiel in die Bohrmaschine fließenden Strom und vergleicht ihn mit dem Strom, der wieder zur Steckdose zurückfließt. Ist an der Bohrmaschine oder an der Zuleitung ein Fehler vorhanden, so dass Strom unkontrolliert – eventuell über den Körper eines Menschen – abfließt, dann ist der zurückfließende Strom schwächer als der ankommende. Diese Differenz stellt der RCD fest und schaltet innerhalb von maximal 0,2 Sekunden den fehlerhaften Stromkreis ab, wenn der Fehlerstrom die am Schutzschalter eingestellte Größenordnung – zum Beispiel 30 mA – erreicht.
Meistens tut er das sogar schon eher, um die Gefährdung noch geringer zu halten. Das ist zwar eine ziemlich sichere Sache, aber weil der RCD-Schutzschalter auch nur ein technisches Gerät mit mechanischen Teilen ist, muss man regelmäßig prüfen, ob er noch funktioniert. Das kann jeder Laie selbst tun, indem er die Prüftaste am RCD drückt: Löst der Schalter aus, ist er in Ordnung. Besonders praktisch für kleine Bau- und Reparaturarbeiten sind ortsunabhängige Fehlerstrom-Schutzschalter. Sie heißen PRCD-S (Portable Residual Current Protective Device – Safety) und können an fest installierten Steckdosen, also zum Beispiel an der Terrassensteckdose, in der Garage, aber auch im gewerblichen Bereich auf Baustellen und in Werkstätten eingesetzt werden.




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