April 2008
Elektrischer Strom auf Bau- und Montagestellen
Kurzschluss ausgeschlossen!
Tipps für den richtigen Umgang mit Strom auf Bau- und Montagestellen
- Isolationsschäden an Geräten, Leitungen etc. nicht einfach mit einem Isolierband überziehen. Reparaturen jeglicher Art müssen vom Elektriker fachgerecht durchgeführt werden.
- Am Bau müssen hochbelastbare Leitungen verwendet werden, keine PVC-haltigen wie in Haushalten. Dazu gehören entsprechend geeignete Steckvorrichtungen und Kupplungen. Auf keinen Fall dürfen schadhafte Handmaschinen, Leuchten, Kabeltrommeln (Leitungsroller) verwendet werden, vor allem nicht in feuchten/nassen oder sogar engen leitfähigen Bereichen und Räumen. Bei beschädigter Isolierung und vorhandener Feuchtigkeit wird der Übergangswiderstand geringer, die Gefahr der Durchströmung des menschlichen Körpers größer.
- Keine Reparaturen und Basteleien durch Nicht-Elektrofachleute. Durch das Vertauschen von Adern kann Spannung auf die Schutzleiterklemmen und dadurch auf das metallische Gehäuse kommen. Eine Berührung, auch bei „nur“ 230 Volt, kann tödliche Folgen haben.
- Zusätzlich zu den üblichen Schutzeinrichtungen im Baustromverteiler müssen die am Bau verwendeten Handmaschinen und Handleuchten schutzisoliert sein. Das erkennt man an diesem Doppelquadrat auf der Maschine.
- Wenn man Strom aus fremden Steckdosen entnehmen muss, sollte das nur über einen eigenen Fehlerstrom-Schutzschalter (z. B. PRCD-S) passieren.
- Nässe und Strom ist generell eine gefährliche Mischung, die besondere Aufmerksamkeit erfordert. Dafür nur ausdrücklich geeignete Geräte (Symbole beachten) einsetzen; Regenschutzkleidung, geschlossene Schuhe (Gummistiefel), dichte Handschuhe (z. B. Nitril-beschichtete) erhöhen den Widerstand und damit den Schutz des Körpers vor Durchströmung.
Jeder Fehler kann der letzte sein
Selbsternannte Handwerkerkönige leben gefährlich, weil sie auf Klein- oder Reparaturbaustellen oft...
- ungeeignete elektrische Betriebsmittel verwenden (z. B. Heimwerkermaschinen), die für den rauen Baualltag ungeeignet sind
- beschädigte Geräteanschlussleitungen (z. B. an einer Bohrmaschine) nicht fachgerecht reparieren lassen. Die Aderisolierung bleibt dann als einziger Schutz – das ist zu wenig
- elektrische Betriebsmittel meistens über die Haussteckdose speisen, die nicht mit einem tragbaren Fehlerstrom-Schutzschalter (z. B. PRCD-S) ausgerüstet ist. Das bedeutet: kein Schutz im Fehlerfall!




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