August 2007: Gesunde Ernährung
Was ist was? Der kleine next-Getränkealmanach
Cola, Limo, Spezi und Eistee
Wasser, Zucker, Farbstoffe, manchmal auch ein bisschen Fruchtsaft, Koffein oder Chinin (bei Bitterlimonaden) sind die Zutaten. Ein Liter enthält 25 bis 35 Stück Würfelzucker oder 300 bis 400 kcal.
Vitamine? Fehlanzeige! Ein bis zwei Gläser in der Disco oder auf der Party, weil’s gut schmeckt und ins Ambiente passt – kein Problem. Literweise als Durstlöscher belasten sie das Kalorien- und Zuckerkonto aber zu stark.
Diätgetränke
Sie haben zwar kaum Kalorien, weil der Zucker durch Süßstoffe ersetzt wird. Trotzdem sollten sie, wie alle anderen süßen Getränke auch, nur ab und zu zur Abwechslung getrunken werden. Denn ihr süßer Geschmack trimmt die Geschmacksnerven auf Dauer immer mehr in Richtung „süß“ und es wird zunehmend schwieriger, ohne Süßes auszukommen. Deshalb auch hier lieber die Finger weg und ungesüßt trinken.
Energy-Drinks
Geheimnisvolle Zutaten wie Guarana, Taurin, Inosit und Koffein in bunten,
schlanken 250-ml-Dosen versprechen, munter zu machen und Energie ohne Ende zu spenden. Dazu kommen jede Menge Farb- und Süßstoffe, Zucker (und damit auch Kalorien!) und Aromen. Wissenschaftlich konnte eine leistungssteigernde Wirkung von Taurin bisher nicht nachgewiesen werden. Aufputschend wirken die Getränke vor allem wegen des Koffeins. Eigentlich braucht diese Zucker- Koffein- und Farbstoffmixtur keiner.
Eine kühle Apfelschorle ist auf jeden Fall besser.
Fruchtnektar
Nur 25 bis 50 Prozent des Nektars sind wirklich Fruchtsaft. Der Rest wird mit Zucker und Wasser aufgefüllt. Lieber auf Fruchtsaftschorlen umsteigen.
Fruchtsäfte
Nur wo Fruchtsaft draufsteht, ist auch 100 Prozent Saft drin. Unter den kalorienhaltigen Getränken sind die Fruchtsäfte die empfehlenswertesten. Denn sie sind frei von künstlichen Farb- und Konservierungsstoffen und enthalten, bis auf die Ballaststoffe, alle
wertvollen Bestandteile des Obstes. Daher darf auch eine der täglichen zwei Portionen Obst (plus drei Portionen Gemüse) durch ein Glas Fruchtsaft ersetzt werden. Kalorienmäßig kann es ein Liter Fruchtsaft aber mit Limonaden und Co. aufnehmen. Daher gilt auch hier: Ein bis zwei Gläser pro Tag sind okay. Literweise? Nein danke.
Isotonische Getränke
Sie enthalten Zucker, Kochsalz und andere Mineralstoffe sowie Wasser in einer Konzentration, die die schnellstmögliche Aufnahme der Flüssigkeit in den Körper ermöglicht. Sie helfen Triathleten, Marathonläufern und Radsportlern vor allem im Sommer, wenn der Schweiß beim Training oder im Wettkampf in Strömen fließt. Wer nicht gerade hart trainiert, braucht solche Getränke nicht.
Multivitaminsäfte
Hier werden in der Regel verschiedene Fruchtsäfte gemischt. Ein Glas täglich bringt in Sachen Vitaminversorgung schon mal einen soliden Grundstock. Obst und Gemüse aber trotzdem essen, wegen der Ballaststoffe und anderer wertvoller Inhaltsstoffe! Starke Raucher und Personen mit Herz- Kreislauferkrankungen sollten auf der Zutatenliste nachschauen, ob kein Beta-Carotin künstlich zugesetzt wurde. Sonst können schon mit einem Glas Dosierungen erreicht werden, die für diese Personen gesundheitlich nachteilig sein können.
Leitungswasser
In den meisten Regionen Deutschlands ist die Trinkwasserqualität hervorragend. Diese Aussage bezieht sich jedoch nur auf die Belastung mit Keimen oder Schadstoffen. Was den Mineralstoffgehalt betrifft, liegt eitungswasser im Vergleich mit den meisten Mineralwässern eher am unteren Ende der Skala. Der Sprudler setzt dem Leitungswasser
nur Kohlensäure zu, aber keine Mineralien. Wer keine Milchprodukte isst, wenig Obst und Gemüse aufnimmt und auch mit Vollkornprodukten auf dem Kriegsfuß steht, sollte nicht nur Leitungswasser, sondern auch gute Mineralwässer trinken. Hier lohnt ein Blick auf die Etiketten.




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