
Juni 2007
Hitzearbeitsplätze - Cool bleiben!
Stöhnen, schwitzen, Aushalten: Wer keine Klimaanlage hat, der kämpft sich bei Sommerhitze durch den Arbeitstag. Besonders Beschäftigte an typisch „heißen“Arbeitsplätzen müssen lernen, cool zu bleiben.Ich komme aus Italien, da ist es noch viel heißer.“ Pizzabäcker Tarcisio verkraftet die Hitze an seinem Ofen mit Gelassenheit – und viel Mineralwasser.

Tipps von Hähnchenverkäufer
Achmet Ülger: „Viel Wasser trinken,
lüften und öfter mal Pausen
außerhalb des Wagens machen.“
Hitzig im Hochofen

Spezielle Schutzanzüge
und kurze Aufenthalte
schützen die Arbeiter
vor den extremen
Belastungen am Hochofen.
Wer schon bei 50 Grad Celsius das Handtuch wirft, der hätte an einem „echten“ Hitzearbeitsplatz sicherlich Probleme. Bei ThyssenKrupp Steel in Duisburg zum Beispiel arbeiten die Beschäftigten in direkter Nähe zu flüssigem Roheisen. Und das erreicht Temperaturen von bis zu 1500 Grad. Sven Jantz, Schmelzer am Hochofen Schwelgern, hat gelernt, mit diesen Arbeitsbedingungen umzugehen. „Direkt am Roheisen arbeite ich nur noch wenige Minuten.Dann trage ich einen speziellen Schutzanzug. Doch die kurze Zeit reicht aus, um richtig ins Schwitzen zu kommen.“ Der 27-Jährige weiß, was dann hilft: „Wenn die Hitze zu stark wird, wechsle ich mich häufiger mit meinen Kollegen ab, um nur für kurze Zeit in direkter Nähe des Eisens zu sein. Außerdem trinke ich im Sommer bis zu sechs Liter Wasser am Tag.“ Anders als früher müssen die Arbeiter nur noch kurz in dieser Gluthitze arbeiten, zum Beispiel um Proben von flüssigem Roheisen zu ziehen. Die Zeiten, wo sie stundenlang am orange glühenden Eisen schuften mussten, sind vorbei.




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