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Medikamentenabhängigkeit

Nicht mehr alles schlucken!

Um welche Medikamente geht es?

Die wichtigsten Medikamentengruppen mit Abhängigkeitspotenzial sind:

Schlaf- und Beruhigungsmittel (Benzodiazepine) - zum Beispiel Diazepam-ratiopharm, Adumbran, Tavor, Lexotanil, Rohypnol, Valium oder Limbatril. Sie wirken angstlösend, dämpfend und schlaffördernd. Deshalb werden sie bei akuten Angstzuständen, Unruhe, Gereiztheit, Übererregbarkeit und Schlafstörungen eingesetzt.
Wird ein benzodiazepinhaltiges Präparat über drei Monate angewendet, führt das in der Regel zur Abhängigkeit.
Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Niedergeschlagenheit, Muskelschwäche, Benommenheit, Schwindelgefühl und ein Nachlassen sexueller Bedürfnisse

Schmerzmittel (Analgetika)
Zu den am zentralen Nervensystem ansetzenden Schmerzmitteln gehören die Opiate, deren bekanntester Vertreter das Morphin ist, und die opioiden Analgetika. Diese Medikamente hemmen die Entstehung von Schmerzen im gesamten Organismus und haben ein sehr starkes Suchtpotenzial. Deshalb fallen sie unter das so genannte Betäubungsmittelgesetz und ihre Verschreibung wird staatlich kontrolliert.
Nebenwirkungen: Übelkeit und Müdigkeit, Angst, Unlust und Panik, schwere Verstopfung, Koliken, Kreislaufbeschwerden und Atemnot

Die peripher wirkenden Analgetika verhindern den Schmerz am Entstehungsort und wirken teilweise fiebersenkend und entzündungshemmend. Sie werden vor allem bei gelegentlichen, leichten bis mittleren Schmerzen angeboten und sind relativ ungefährlich, solange sie nur aus einem Wirkstoff bestehen. Das gilt jedoch nicht für Präparate, die zusätzlich anregende Stoffe wie zum Beispiel Coffein enthalten. Einige von ihnen gelten als „Einstiegsdroge“ - vor allem die frei verkäuflichen Kombinationspräparate, zum Beispiel Thomapyrin, Vivimed, Paracetamol und Dolviran.

Die rezeptfreien Schmerzmittel haben nur ein geringes körperliches Abhängigkeitspotenzial. Stattdessen verleiten sie durch die Kombination mit psychisch wirksamen Substanzen, wie Coffein oder Codein, und ihre anregende Wirkung zum vermehrten Gebrauch der entsprechenden Mittel.
Nebenwirkungen: Beschwerden bis hin zu Blutungen oder Geschwüren im Magen-Darm-Bereich, Beeinträchtigung der Nierenfunktion, Schwindel und Kopfschmerzen.

Stimulanzien, zum Beispiel AN1, Captagon und Katovit N, können Müdigkeit und Erschöpfungsgefühle verdrängen und deine psychische Aktivität, Konzentration und Leistungsfähigkeit steigern. Häufig werden diese Substanzen auch als "Weckamine" bezeichnet, die auch in Appetithemmern, wie beispielsweise in Recatol, eine wichtige Rolle spielen. Der Missbrauch solcher Mittel steht in engem Zusammenhang mit Essstörungen wie Magersucht (Anorexie) oder Ess-Brech-Sucht (Bulimie), an denen überwiegend Frauen leiden.
Nebenwirkungen: Herzrasen, Angst, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Herz-Kreislaufprobleme und Ängste bis hin zu Halluzinationen und Wahnvorstellungen

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