Entspannungstechniken
Relax!
Yoga:
Es beruht ebenfalls auf dem Prinzip der Anspannung und Entspannung im harmonischen Wechsel, ist aber – zumindest in der im Westen praktizierten Form des Hatha-Yoga – bewegungsintensiver. Hatha-Yoga hat zum Ziel, die eigenen Körperfunktionen wahrzunehmen und schließlich zu kontrollieren, um auf diese Weise indirekt auch den Geist zu steuern.
Bei den Körper- und Atemübungen stehen Dehnen, Strecken und Lockerlassen im Mittelpunkt. Die jeweilige Übungsposition wird für einige Augenblicke gehalten, danach spürt man in einer entspannten Körperhaltung (zum Beispiel auf dem Rücken liegend) der Wirkung dieser Übung nach. Geübt wird im Sitzen, Liegen und Stehen. Zu Beginn einer Yogastunde steht oft eine Entspannungsphase mit Muskelentspannung oder Traumreise, am Ende einer Übungsstunde wird in der Regel meditiert.
Es gibt über 80 klassische Yoga-Stellungen (Asanas). Sie haben oft Tier- oder Pflanzennamen wie Baum, Heuschrecke oder Schildkkröte, weil die Haltungen dem natürlichen Vorbild nachempfunden sind. Eines der wichtigsten Elemente im Yoga ist die Atmung. Zu jeder Übung wird die Anweisung gegeben, bewusst auf das Atemgeräusch und den Weg des Atems durch den Körper zu achten.
Besonders hilfreich sind die Yogaübungen für Menschen mit Haltungs- und Rückenproblemen.
Meditation:
Wird meistens in einer bequemen Sitzposition praktiziert. Je nach Meditationsform konzentriert man sich auf den eigenen Atemrhythmus, ein inneres Bild, die Betrachtung einer flackernden Kerze oder auf ein Klangwort (Mantra). Ziel ist es, den Strom der Alltagsgedanken zu unterbrechen und zu einer vollkommenen inneren Ruhe zu gelangen. Beim Meditieren geht es darum, sich von äußeren Sinneseindrücken zurückzuziehen und das Ziel zu erreichen, wirklich an nichts mehr zu denken. Als Nebeneffekt dieser Bemühungen tritt eine körperliche Entspannung ein. Meditation verlangt extrem viel Disziplin und es kann Jahre dauern, bis man sie beherrscht. Geübte Menschen können überall meditieren: im Bus auf der Fahrt zur Arbeit, beim Spazierengehen oder in der Warteschlange.
Qigong:
Das ist eine Meditations- und Therapietechnik der chinesischen Heilkunst. In Deutschland wird die Methode als Entspannungsverfahren eingesetzt. Qigong besteht aus bewusster Atmung, bestimmten Körperhaltungen und Bewegungsabläufen sowie imaginierten Bildern. Die Grundstellungen tragen die Namen von Tieren, deren geschmeidige Bewegungen nachgeahmt werden sollen. Im Zeitlupentempo ausgeführt, gehen die Positionen ineinander über und lassen eine langsame tänzerische Bewegung entstehen.
Tai Chi:
Manchmal als Schattenboxen, aber auch als Meditation in Bewegung bezeichnet, ist die Abfolge von über 100 (Kurzform: 50) fließend ineinander übergehenden Bewegungen. Die Übungen entstammen der Verbindung von alter chinesischer Philosophie und den Kampfkünsten. In stilisierter Form stellt die Bewegungsabfolge den Kampf mit einem imaginären Gegner dar. Das zeitlupenartige Wechselspiel von aktiv und passiv, bewegt und ruhig, fest und weich von Öffnen und Schließen fördert Harmonie und Entspannung.
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