
Speiseeis
Schöne Eiszeit
Softeis, Rahmeis, Cremeeis, Fruchteis oder Milchspeiseeis: Im Hochsommer locken an jeder Ecke die süßesten Eis-Erfrischungen. Lecker sind sie alle – im Kalorien- und Fettgehalt gibt es allerdings enorme Unterschiede.Nach der Speiseeisverordnung gibt es in Deutschland sieben verschiedene Speiseeissorten, die sich vor allem in den zu verwendenden Grundzutaten (siehe Tabelle) und teilweise in den Herstellungsverfahren unterscheiden. Gemeinsam ist allen, dass Flüssigkeit, Zucker, geschmacksgebende Stoffe wie Kakao und Obst, natürliche, naturidentische oder künstliche Geschmacksstoffe und etwas Bindemittel vermischt, aufgeschlagen und gefroren werden. Je nach dem ob als Flüssigkeitsbasis Wasser, Sahne oder Milch verwendet werden, unterscheiden sich die Kalorien- und auch Fettgehalte der einzelnen Eissorten enorm. Rahmeis, beispielsweise Fürst-Pückler-Eis, muss mindestens 60 Prozent Sahne enthalten. Klar, dass der Fettgehalt hier mit durchschnittlich 77 Prozent den Löwenanteil an den Kalorien ausmacht. Cremeeis muss mindestens 270 Gramm Eier pro einem Liter Milch enthalten und gehört daher wie Rahmeis zu den echten Kalorienbomben.
Die richtige Sorte wählen
Wer Kalorien (kcal) sparen will, sollte zu Milchspeise- und Fruchteis greifen. Denn hier sind Milch bzw. Wasser die Basis. Bei der Eiscreme aus der Supermarkttheke lohnt sich der Blick auf die Nährwertangaben, denn die Unterschiede sind je nach Geschmacksrichtung teilweise riesig. Das gilt auch für das beliebte Eis am Stiel. Zum Beispiel schwankt der Kaloriengehalt beim Magnum zwischen 110 kcal („after dinner”) und 390 kcal („double”) pro Stück, bei Cornetto zwischen 185 kcal (Bottermelk Zitrone) und 335 kcal (royal heidelbeere).
Wer also seine hart erkämpfte Figur auch im Sommer pflegen möchte, muss nicht auf Eis verzichten, sondern nur gezielt die richtigen Sorten auswählen!
Übrigens:
Softeis ist einfach nur weiches Speiseeis. Es wird besonders schnell, jedoch nicht so tief gefroren. Den Kaloriengehalt von Softeis bestimmt die Speiseeissorte, die zusätzlich beim Produktverkauf genannt werden muss, zum Beispiel: „Soft-Milchspeiseeis”.Tipp am Rande
Friere geschmolzenes Speiseeis grundsätzlich nicht mehr ein. Speiseeis ist ein natürlicher Nährboden für Keime, weshalb bei der Herstellung von Eis auch besondere hygienische Bestimmungen gelten. Bei vielen Keimen (auch Salmonellen) hemmt das Tiefkühlen nur das Wachstum, tötet sie jedoch nicht ab. Sobald die Temperaturen, wie beim Auftauen, wärmer werden, vermehren sich die Keime kräftig weiter. Geschmolzenes Eis hatte in jedem Fall eine längere „Wärmeperiode“ hinter sich. Hier könnten sich Keimzahlen angehäuft haben, die beim Verzehr für eine Erkrankung ausreichen. Bei erneutem Einfrieren werden dann auch die Keime konserviert und später mitgegessen. Achte deshalb auch beim Kauf von Speiseeis darauf, dass du die Kühlkette nicht unterichst!
Dr. Claudia Osterkamp-Baerens, Dipl.-Oecotrophologin/Al




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