Legale Drogen
Nikotin, Alkohol und Medikamente

Die gesellschaftlichen Schäden und persönlichen Folgen des Missbrauchs von gesetzlich nicht verbotenen Drogen sind von großer Bedeutung, wenn auch nicht immer ein rechtliches Problem. Der Vollständigkeit halber sollen hier die gängigsten legalen Drogen Erwähnung finden.
Nikotin ist...
...ein Inhaltsstoff der Tabakpflanze, die nach der Trocknung geraucht, seltener geschnupft oder gekaut wird.
Wirkung
- stimulierend oder entspannend bei niedriger Dosierung
- bei hohem Tabakverbrauch:
Lähmung von Nerven, Verengung der Blutgefäße und damit einhergehende eingeschränkte Durchblutung aller Organe
Risiken
- Gefahr der psychischen und physischen Abhängigkeit
- Durchblutungsstörungen insbesondere der Herzkranzgefäße und äußeren Gliedmaßen
- durch Verengung und Verkalkung der Blutgefäße erhöhtes Krebsrisiko Erkrankungen der Atemwege
Der Trinkalkohol...
...wird durch die Vergärung bzw. Destillation unterschiedlicher Grundstoffe gewonnen. Die daraus hergestellten Getränke haben einen unterschiedlich hohen Alkoholanteil. Zwar gesellschaftlich voll anerkannt, ist Alkohol nichtsdestotrotz ein echter Killer. An den Folgen des Alkoholkonsums sterben in Deutschland etwa 16.000 Menschen, mehr als zwei Millionen sind abhängig.
Wirkung
Heiterkeit, Gereiztheit, Aggressivität, Traurigkeit.
Je nach Stimmungslage…
- Gesteigerte Kontaktfreudigkeit und Hemmungsverluste
- Nachlassen der Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit Verlust der Kontroll- und Steuerungsfähigkeit
Risiken
- Gefahr der physischen und psychischen Abhängigkeit
- Alkoholvergiftung bei Überdosierung Schädigung innerer Organe, der Gehirnfunktion und des Nervensystems
- Persönlichkeitsveränderungen, Wahnvorstellungen, Delirien
- Unfallgefahren im Straßenverkehr und beim Bedienen von Maschinen jeglicher Art
Medikamente...
...werden in verschiedenen Darreichungsformen wie etwa Pulver, Kapseln, Tabletten, Flüssigkeiten, Zäpfchen aus synthetischen und/oder natürlichen Stoffen hergestellt. Entsprechend der Darreichungsform werden sie eingenommen. Kaum zu glauben: Fast jeder fünfte Zehntklässler in Berlin nimmt regelmäßig Medikamente ein. Ob frei verkäuflich oder verschreibungspflichtig: Medikamente können die Gemütslage verändern oder abhängig machen.
Die Gefahr abhängig zu werden besteht vor allem dann, wenn Medikamente dazu genommen werden, um Frustration, Schmerz, Angst oder Depressionen zu vermeiden.
Medikamente lassen sich nach therapeutischem Zweck in unterschiedliche Gruppen einteilen:
Schlaf- und Beruhigungsmittel
Wirkung
beruhigend, dämpfend, angst- und spannungslösend, schlaffördernd
Schmerzmittel
Wirkung
schmerzlindernd, häufig anregend
Aufputschmittel, Stimulanzien
Wirkung
- vorübergehend leistungs- oder stimmungssteigernd
- verstärkte Kontaktfreudigkeit, Rededrang
- Einschränkung der Kritikfähigkeit
Risiken der oben beschriebenen Medikamentengruppen
- Gefahr der psychischen und zum Teil physischen Abhängigkeit
- bei Überdosierungen schwere Organschäden und Tod möglich
Anabolika
Diese Medikamente beeinflussen die körperliche Konstitution und werden vielfach auch illegal gehandelt.
Anabolika sind verschreibungspflichtige, muskelaufbauende Präparate und gelten im Leistungssport als Dopingmittel. Als Tabletten oder Injektionslösung werden diese Drogen überwiegend von männlichen Konsumenten eingenommen.
Wirkung
Die Wirkstoffe dieser Präparate leiten sich vom männlichen Sexualhormon, dem Testosteron, ab und besitzen eine diesem Hormon ähnliche Wirkung:
- Stimulierung der Muskelbildung
- Muskelwachstum, Vergrößerung der Muskelkraft
Risiken
- Gefährlicher Eingriff in das fein abgestimmte hormonelle Regelkreis- und Rückkopplungssystem
- Hodenschädigende Wirkung (Unfruchtbarkeit)
- Vermännlichung (Virilisierung) bei Mädchen
- Sehnen- und Bänderverletzungen durch Missverhältnis von Belastbarkeit und Muskelkraft
- Leberschäden
- Psychische Beeinträchtigung bei Dauergebrauch möglich




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