Winterdepressionen
Winter-Blues
Wer den täglichen Spaziergang nicht in seinen Alltag integrieren kann, hat die Möglichkeit, spezielle Lampen mit hoher Beleuchtungsstärke einzusetzen. Zwischen einer halben und zwei Stunden unter dieser "Lichtdusche" haben einen vergleichbaren Effekt.Sich unter die Sonnenbank zu legen dagegen bringt nichts. Im Gegenteil: Das Licht im Solarium hat hohe UV-Anteile, das die Augen schädigt, weshalb Schutzbrillen getragen werden müssen. Die stimmungsaufhellende Lichtinformation kommt also gar nicht im Gehirn an.
Sanfte Medizin - nicht immer wirksam
Gegen schlechte Laune ist ein Kraut gewachsen: Johanniskraut. Gegen leichte depressive Verstimmungen kann es tatsächlich helfen - allerdings nicht in den Dosierungen, wie sie in Drogerien und Supermärkten angeboten werden. Ulrich Hegerl warnt:"Die Präparate mit hohen Mengen des Wirkstoffes gibt es nur in der Apotheke und sollten nicht ohne ärztlichen Rat eingenommen werden. Es gibt nämlich einige Nebenwirkungen, zum Beispiel Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten." Bei tiefen Depressionen kann das Naturheilmittel allerdings nichts ausrichten. Hier ist der Einsatz anderer, speziell gegen Depressionen wirkender Arzneien angezeigt. "Viele Menschen haben Angst vor Medikamenten und fürchten süchtig zu werden. Diese Sorge ist aber unbegründet. Im Gegensatz zu Schlaf- oder Beruhigungsmitteln machen Antidepressiva nicht abhängig", erklärt der Experte.
Tipps gegen schlechte Laune:
- Geh so oft wie möglich raus, lass dich nicht durch schlechtes Wetter abschrecken!
- Beweg dich regelmäßig. Sport steigert das Wohlbefinden!
- Unternimm etwas mit der Familie oder Freunden. Bei Antriebslosigkeit helfen feste Verabredungen, doch "in die Gänge zu kommen".




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