Hautschutz
Gut gecremt!

Meistens stellen sich Hautkrankheiten bereits nach kurzer Zeit ein, also auch bei jungen Beschäftigten. In den allermeisten Fällen sind zuerst Hände und Arme betroffen.
Das geht auf keine (Kuh-)Haut
Die Haut ist nicht nur durch nur ätzende und aggressive, sondern auch durch scheinbar harmlose Stoffe gefährdet, z. B. durch Öle, Farben, Harze, Fette oder Zement. Diese Stoffe können auf der Haut Veränderungen oder Ekzeme hervorrufen. Oft breiten sich die Beschwerden von Armen und Händen auf andere Körperteile oder den ganzen Körper aus. Häufig handelt es sich um eine besondere Empfindlichkeit der Haut gegen bestimmte Stoffe (Allergie). Allergien können schon vor Aufnahme der Tätigkeit vorhanden sein oder erst dadurch entstehen.
Gut gecremt ist halb gewonnen
Der beste Hautschutz besteht darin, mit hautgefährdenden Stoffen gar nicht in Berührung zu kommen. Schädigende Arbeitsstoffe sollten daher durch weniger gefährliche ersetzt werden. An zweiter Stelle steht der Einsatz von technischen Maßnahmen (z. B. Werkzeuge, Absaugeinrichtungen) und Handschutz (Schutzhandschuhe). Vor Beginn der Arbeit mit hautschädigenden Stoffen sollte die saubere Haut mit einem Hautschutzmittel eingerieben werden. Das erleichtert auch die spätere Reinigung.
Achtung:
Ein Hautschutzmittel kann nie Schutzwirkung gegen alle Hautgefährdungen bieten, sondern stets nur gegen einzelne. Deshalb muss das Hautschutzmittel nach der jeweiligen Hautgefährdung ausgewählt werden.Erst putzen, ...
Nach der Arbeit muss eine gründliche, aber hautschonende Reinigung der Hände bzw. der verschmutzten Haut erfolgen. Das Reinigungsmittel sollte so wirkungsvoll wie nötig und so hautverträglich wie möglich sein. Die Auswahl des Mittels hängt von der Art der Verschmutzung ab: Einfache Verschmutzungen lassen sich mit warmem Wasser und milder Seife entfernen. Bei starker Verschmutzung sollten zur Vorbehandlung Handwaschpasten wie Holz- oder Kunststoffmehl verwendet werden. Tabu sind "scharfe Sachen" wie Universalverdünner, Waschbenzin, Petroleum, Öl oder Scheuersand. Sie können bei dauernder Verwendung zu Hautschäden führen. Hautschutz- und Hautreinigungsmittel müssen aufeinander abgestimmt sein.
... dann schützen
Nach der Reinigung steht die Hautpflege an. Ist die Haut durch Wasser, waschaktive Substanzen oder Fettlösemittel ausgetrocknet und entfettet, so sollten unbedingt Pflegecremes angewandt werden. Ein weiterer Tip gegen Hauterkrankungen: keine Gemeinschaftshandtücher benutzen. Hygienischer sind Einweghandtücher oder Handtuchrollen aus Wickelautomaten. Im Betrieb sollte es einen detaillierten Hautschutzplan geben, in dem aufgelistet ist, wann welche Hautschutz-, Pflege- und Reinigungsmittel benutzt werden müssen.




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