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Streckermuskel überfordert

Exclusiv für Sportmuffel: Tennisarm durch Mausklicken

Hand an Maus
Wenn Ela Pech hat, kriegt sie einen Gips. Dabei ist sie Sportmuffel und hockt meistens vor ihrem Rechner...
"Seit wann bist du Linkshänderin?", fragt Lars seine Freundin Ela als die sich ungelenk mit links Kaffee in die Tasse gießt. "Hähä, läster ruhig. Das tut echt weh, den Arm zu heben. Ich glaub, ich hab ´nen Tennisarm oder sowas!" Lars grinst: "Aber du machst doch den ganzen Tag nichts anders als Tippen und mit der Maus spielen."


Eben drum. Ela ist Grafik-Design-Studentin. Und jobbt nebenher in einer kleinen Agentur. Die meiste Zeit sitzt sie vorm Rechner und tippt, bearbeitet Bilder, klickt sich durch Programme. Die Finger bewegen sich eifrig, aber der Rest vom Körper eben nicht. Denn abends ist die Studentin viel zu platt, um noch großartig Sport zu treiben. Kein Wunder, dass sich da Verspannungen ergeben, dass der "Klick-Arm" zu schmerzen beginnt. Kaum zu glauben, aber durch Büroarbeit hat sich schon so manche(r) einen "Tennisarm" geholt. Wie Ela.

So kann´s kommen


Beim Tennisspielen wird durch die Schlagbewegung der so genannte Streckermuskel überfordert. Der Streckermuskel ist verantwortlich für die Streckung des Handrückens, der fünf Finger und des Unterarms. Bei den meisten Menschen ist der Streckermuskel aber völlig untrainiert. Die Arbeit am Computer mit der Maus hat einen ähnlichen Effekt wie das Schlagen eines Tennisballs. Auch hier wird der untrainierte Streckermuskel zu stark einseitig belastet. Der Muskel verspannt sich, schnürt den Nerv ein. Und das tut weh. Außerdem reibt eine Sehne im Ellenbogen, dort wo sie mit dem Knochen verwachsen ist, über Knochenhaut, die sich schlimmstenfalls entzünden kann. Aua.
Oft tut das dann so weh und man hat so wenig Kraft im Arm, dass man nicht mal mehr Kaffee einschenken kann.

Man muss also nicht unbedingt Sport treiben, um einen "Tennisarm" zu bekommen. Der Umgang mit Hammer oder Meißel kann die Symptome auslösen, übermäßiges Hantieren mit einem Schraubenzieher, ebenso eine immer wiederkehrende Bewegung des Arms bei einer Fließbandarbeit - oder eben Tippen und Klicken.

So kann´s (weg)gehen


Häufig hilft nur völliges Ruhigstellen des Arms mit einer Gipsschiene. Ist es noch nicht so schlimm, tun Eiswürfel gut. Auf jeden Fall kommt man um einen Besuch beim Arzt nicht drum rum.

Aber man kann auch einiges tun, damit es erst gar nicht zu so fiesen Schmerzen kommt. Einfach den Streckermuskel trainieren! Und wie? Da gibt es doch diese chinesischen Kugeln, die man in der Handfläche kreisen lässt um seine Mitte zu finden. Diese Fingerübung ist ganz prima geeignet, um die Unterarmmuskulatur zu unterstützen.

Auch Ausgleichsport zum vielen Sitzen und alles, was gegen Verspannungen hilft, ist ratsam. Ein paar lockere Übungen während der Mittagspause oder einfach mal zwischendurch wirken Wunder und helfen nicht nur gegen das Ziehen im Arm sondern auch gegen Rücken- und Nackenschmerzen.
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